Ich weiß nicht ob Du mich kennst, mein Name ist Niamh. Ich zähle zu den Rosengewächsen und bin auch unter den Namen Hundsrose oder Heckenrose bekannt. Du findest mich von der Ebene bis 1.500 m Höhe an sonnigen Wegrändern, auch auf Lichtungen, in dichten Hecken, an Waldrändern, auf mageren Weiden und an Böschungen. Am liebsten mag ich Lehmböden. Ich bin die häufigste Rose Mitteleuropas. Ursprünglich stamme ich aus Europa und Asien, bin durch Einbürgerung aber auch in Nord- und Südamerika inzwischen weit verbreitet. Ich werde ein bis zu 3 m hoher Strauch mit bogig überhängenden Zweigen, die reich mit kräftigen Stacheln besetzt sind. Meine Blätter sind 5 bis 7 teilig, wechselständig, unpaarig gefiedert und bis 12 cm groß. Die 5 bis 7 Fiedern sind bis zu 4 cm, eiförmig-elyptisch, am Rand einfach oder doppelt gesägt. Meine Blüten findest du von Mai bis Juni. Sie sind 4-5 cm groß, weiß bis rosa und schwach duftend, einzeln oder in Doldenrispen am Ende von beblätterten Kurztrieben. Sie sind sehr kurzlebend und werden von Insekten bestäubt. Unter dem Namen meine Früchte bin ich viel bekannter, du wirst sehen.
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Ich weiß nicht ob Du mich kennst mein Name ist Bakana Kreuzspinne. Ich bin eine Künstlerin und zähle zu den Spinnentieren . Bereits seit der Antike gilt die Darstellung meines radförmigen Netzes als magisches Schutzmittel. Es wirkt nicht nur gegen lästige Fliegen, sondern auch zur Abwehr allen übrigen Unheils.
Ich bin 10 bis 18 mm groß und sehr variabel gefärbt von gelb bis bräunlich. Typisch sind meine weißen länglichen Flecken auf dem Hinterleib, die eine kreuzförmige Zeichnung ergeben. Du findest mich zwischen Juli und Oktober an Waldrändern, auf Wiesen, in Parkanlagen und in Gärten. Überall wo es Hecken und Gebüsche gibt. Typisch für mich ist auch mein großes Radnetz, dass ich meist im Gebüsch oder zwischen zwei Bäumen oder Sträuchern spinne. Dort lauere ich meist im Zentrum, bis sich meine Beute, wie Fliegen, Bienen, Wespen, Hummeln, Eintagsfliegen oder Schmetterlinge im Netz verfängt. Dann flitze ich dorthin, lähme die Beute mit einem Giftbiß und wickle sie in Spinnfäden ein. Das damit auch abgegebene Verdauungssekret zersetzt die Beute langsam, so daß ich sie später aussaugen kann. Bis dahin bewahre ich „das verschnürte Fresspaket praktisch als Vorrat in der Netznabe auf. Im Netz muss ich mich in Acht nehmen vor insektenfressenden Vögeln, denen ich zum Opfer fallen könnte. Dazu habe ich einen besonderen Trick. Ich kann das Netz in Schwingung versetzen, so dass es fast unsichtbar wird. Deshalb kann es auch passieren, dass du es erst bemerkst, wenn du reingelaufen bist.
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Im Volksmund wird das Spinnen eines Netzes mit Hinterhältigkeit in Verbindung gebracht. Man spricht davon: „eine Intrige zu spinnen“. Das wird wohl aus der heimtückischen bewerteten Art abgeleitet, wie ich mit meinem kaum sichtbaren Netz meine Opfer fange und diese sich dann wehrlos immer weiter in meine klebrigen Fäden verstricken.
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