Timba Eichhörnchen
Ich weiß nicht ob Du mich kennst mein Name ist Timba Eichhörnchen. Gesehen hat mich bestimmt jeder schon mal, zumindest so im vorbeihuschen oder Baum hochklettern. Ich bin bis zu 25 cm groß und habe einen fast genauso langen, buschigen Schwanz und Pinselohren. Im Sommer ist mein Fell leuchtend rostrot, im Winter etwas dunkler, bis auf meine Unterseite, die ist weiß. Ich bin tagaktiv und Du findest mich in Parks und Wäldern mit altem Baumbestand, auch in Gärten. Laub- und Mischwälder ziehe ich vor, denn die Bäume sind mein Zuhause. Ich bin ein sehr gewandter Kletterer und kann sogar meine Hinterpfoten um 180° drehen, um dann kopfabwärts am Baum runter zu klettern. Auch springen kann ich sehr gut und weit. In großer Höhe, in Astgabeln und Baumkronen baue ich kugelförmige Reisignester, die mit den Ästen des Baumes fest verbunden werden (um bei Sturm nicht weggeblasen zu werden) und innen mit Gras, Moos und Rindenstreifen gepolstert sind. Die Nester nennt man Kobel und sie haben einen Durchmesser von der Größe eines Fußballes von 30 bis 50 cm. Der 5 cm große Eingang ist unten oder leicht seitlich. Es gibt fast immer auch einen Notausgang, falls ein jagender Marder kommt. In den Kobeln bringen die etwas größeren Weibchen auch die Jungen zur Welt. Häufig habe ich auch mehrere sogenannte Spielkobel. Ich selbst fresse Nüsse und andere Baumsamen, auch Pilze, Früchte, Beeren und Knospen. Gelegentlich auch Insekten, Vogeleier und sogar Jungvögel. Ich lege auch viele Vorräte in Astlöchern und Erdgruben mit Bucheckern, Eicheln und Haselnüssen für den Winter an, denn ich mache keinen Winterschlaf, sondern nur Winterruhe, die zur Nahrungssuche immer wieder unterbrochen wird. Aus vergessenen Vorratskammern wachsen oft wieder Bäume. Das kannst Du häufig daran erkennen, dass eine Gruppe Bäume sehr dicht beieinander gewachsen ist.
…
Willst Du die ganze Geschichte hören?
Dann komme zu den Waldgschichten mit dem Waldflüsterer.